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Rosenberg, Marshall B.: Gewaltfreie Kommunikation: Eine Sprache des Lebens

(Verlagsinformation)

Ohne dass wir es vielleicht beabsichtigen, haben unsere Worte und unsere Art zu sprechen Verletzung und Leid zur Folge – bei anderen und auch bei uns selbst. Die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) hilft uns, bewusster zuzuhören und unserem Gegenüber respektvolle Aufmerksamkeit zu schenken. Gleichzeitig lernen wir, uns ehrlich und klar auszudrücken. Als eine Sprache des Lebens können wir die GFK in der Kommunikation mit allen Menschen, egal welchen Alters, unabhängig von ihrem kulturellen oder religiösen Hintergrund in den unterschiedlichsten Situationen anwenden.

 

Mit Geschichten, Erlebnissen und beispielhaften Gesprächssituationen macht Marshall Rosenberg in seinem Buch deutlich, wie sich mithilfe der GFK auch komplexe Kommunikationsprobleme lösen lassen. Für die Neuauflage dieses Bestsellers wurde der Text umfassend überarbeitet und um ein neues Kapitel zum Thema „Konfliktklärung und Mediation“ erweitert.


„Das Buch Gewaltfreie Kommunikation kann die Welt verändern. Und wichtiger noch, es kann Ihr Leben verändern.“ – Jack Canfield

Rosenberg, Marshall B.:

Gewaltfreie Kommunikation: Eine Sprache des Lebens

Junfermann Verlag Paderborn 2016, ISBN-10: 9783955715724

Dr. Marshall B Rosenberg, international als Konfliktmediator bekannt, gründete in den 1960er Jahren in den USA das Center for Nonviolent Communication. Die

von ihm entwickelte Methode der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) ist ein machtvolles Werkzeug, um persönliche, berufliche, aber auch politische Konflikte friedlich beizulegen. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rosenberg, Marshall B.: Konflikte lösen durch gewaltfreie Kommunikation

Ein Gespräch mit Gabriele Seils

(Verlagsinformation)

Bei Auseinandersetzungen und Gewalt geht es immer auch um den Wunsch nach Wertschätzung und Respekt. "Im Herzen des Feindes" liegt der Kern des Problems - und die Lösung. Empathie ist der Weg. Im persönlichen Gespräch mit Gabriele Seils zeigt der international bekannte Psychologe, wie man Hass überwinden kann: Gewaltfreie Kommunikation ist möglich. Eine faszinierende Alternative.

Gabriele Seils ist freie Journalistin für den Deutschlandfunk und andere ARD-Anstalten, darüberhinaus arbeitet sie als Mediatorin und Kommunikationstrainerin nach der Methode de Gewaltfreien Kommunikation. Sie lebt in Berlin.

Rosenberg, Marshall B.:

Konflikte lösen durch gewaltfreie Kommunikation. Ein Gespräch mit Gabriele Seils

Herder Verlag, Freiburg 2004, ISBN-10: 9783451054471

MOBY DICK - Ein Buch wie ein Wal

Wussten Sie, dass Kapitän Ahab, der den weißen Wal so unerbittlich jagt, dass seine ganze Mannschaft dabei umkommt, einen Namen trägt, der dieselbe Wurzel wie hebr. Ahava = Nächstenliebe hat? Es scheint, dass Herman Melville uns aufrufen will, alles Lebendige zu lieben, und sei es uns auch noch so fremd und unbegreiflich.  Ahabs Schiff, die "Pequod", heißt fatalerweise nach einem ausgerotteten Indianerstamm. Ahabs Teilhaber, die Miteigentümer des Schiffes, heißen Bildad und Peleg. Pelegs Name bedeutet: "zerteilt" und lässt sich auf die babylonische Sprachverwirrung 

beziehen. Kapitän Bildad heißt nach einem Freunde Hiobs. Indem Melville sich einerseits auf die Nächstenliebe und andererseits auf die biblischen Geschichten vom Turmbau und von den Leiden Hiobs bezieht, fragt er nach unserem Verhältnis zu Gott. Der alttestamentarische König Ahab schließlich ging nach anfänglichen Erfolgen unter, weil er nicht glaubte. - Dieser kurze Exkurs mag zeigen, wie durchkonstruiert Melvilles Buch vom Wal bei aller Maßlosigkeit und Monströsität ist.

Es gibt eine Vielzahl deutscher Übersetzungen. Zwei neuere lassen nach Meinung der Kritiker alle vorher dagewesenen deutlich hinter sich. Das liegt unter anderem daran, dass diese neuen Übersetzungen sich der gesamten Textflut stellen und nicht wie früher üblich kürzen oder glätten.

Eine Wahl zwischen den beiden sehr guten Übersetzungen zu treffen ist schwer.

Die Übersetzung von Matthias Jendis versucht den Text inhaltlich so präzise wie irgend möglich in einem gut lesbaren Deutsch wiederzugeben, die Übersetzung von Friedhelm Rathjen trifft den Ton und den Rhythmus und die Maßlosigkeit des Originals. Es gibt durchaus Gründe, zuerst eine weniger sperrige Übersetzung zu lesen... Aber den Rathjen sollte man auf jeden Fall auch in die Hand nehmen, der riecht nach Salzwasser und Waltran und dem Staub alter Bibliotheken, zudem enthält die Ausgabe von Zweitausendeins die gesamten (269!) berühmten Illustrationen von Rockwell Kent, der die handelnden Figuren mit Liebe, Ironie und Sinn für Dramatik zeichnet und den überlebensgroßen Wal bildlich in ozeanische und himmlische Zusammenhänge stellt. In Rockwell Kents Illustrationen kann der ganze nächtliche Sternenhimmel zum ungeheuren und traumschönen Leviathan werden, oder der Himmel sich zum Ozean und der Ozean sich zum Himmel verkehren.

Hermann Melville, Moby-Dick, übersetzt von Matthias Jendis, btb Verlag, ISBN 3442727316

 

Hermann Melville, Moby-Dick; oder: Der Wal, übersetzt von Friedhelm Rathjen, mit den Illustrationen von Rockwell Kent, Zweitausendeins, ISBN 3861507110

Und dem Tod soll kein Reich mehr bleiben

von Dylan Thomas

Freie Übertragung

Englischer Originaltext hier: https://genius.com/Dylan-thomas-and-death-shall-have-no-dominion-annotated

 

Und dem Tod soll kein Reich mehr bleiben.

Die Toten werden nackt und eins

Mit dem Mann im Wind und dem Westmond sein;

wenn ihre Knochen gebleicht und vergangen sind

soll'n ihnen Sterne an Füßen und Ellbogen steh'n;

Verrückte werden Gesunde sein

Die zum Meeresgrund sanken, sollen auferstehen, 

Sind auch die Liebenden tot, die Liebe stirbt nicht,

Und dem Tod soll kein Reich mehr bleiben.

Und dem Tod soll kein Reich mehr bleiben.

Die in den Strömungen der See

lange trieben soll’n nicht vergeh'n

Die auf’s Reck gespannt war’n, dass die Sehnen zerrissen

Aufs Rad geflochten, dass die Knochen zerbrachen, 

Denen ihr Glauben in den Händen zerrann,

Die das Einhorn des Bösen durchstach;

und ganz verbrannte, sollen nicht verloren sein.

Und dem Tod soll kein Reich mehr bleiben.

Und dem Tod soll kein Reich mehr bleiben.

Sie hören keine Möwen mehr schrei*n

und keine Wellen am Felsen zerbrechen;

Sie sehen keine Blumen mehr blühen

und ihre Blüten zum Regen heben;

Doch sind sie auch taub und tot wie Stein,

Ihr Kopf wird der blühende Steinbrech sein, 

bricht auf zur Sonne bis die Sonne zerbricht 

Und alles wird Licht.                                                       

Und dem Tod soll kein Reich mehr bleiben.                                                                         Dylan Thomas, by Jessica Dismorr     

 

"Und dem Tod soll kein Reich mehr bleiben" ist ein Gedicht des walisischen Dichters Dylan Thomas (1914–1953).

 

Anfang 1933 freundete sich der 18jährige Dylan Thomas mit Bert Trick an, einem Lebensmittelhändler, der im Hochland von Swansea arbeitete. Trick war ein Amateurdichter, der mehrere Gedichte in lokalen Zeitungen veröffentlicht hatte. Bert Trick schlug Dylan Thomas vor, dass jeder der beiden Männer ein Gedicht zum Thema "Unsterblichkeit" schreiben sollten. Tricks Gedicht, das im folgenden Jahr in einer Zeitung veröffentlicht wurde, enthielt den Refrain "Denn der Tod ist nicht das Ende". Thomas schrieb in sein Notizbuch das Gedicht "Und dem Tod soll kein Reich mehr bleiben". Trick überredete Thomas, einen Verlag zu suchen, im Mai 1933 wurde das Gedicht in der Literatur- und Kunstzeitschrift The New English Weekly gedruckt.

 

Am 10. September 1936, zwei Jahre nach der Veröffentlichung seines ersten Gedichtbandes („18 poems“), wurde Dylan Thomas’ zweiter Gedichtband  „25 Poems“ veröffentlicht. Er offenbart Thomas’ persönlichste Überzeugungen in Bezug auf Religion und Natur und enthält auch "Und dem Tod soll kein Reich mehr bleiben“.

 

Dylan Thomas gilt als einer der begabtesten Dichter des 20. Jahrhunderts. Er inspirierte u.a. Igor Strawinsky, Johannes Bobrowski, Erich Fried und John Cale. Seine Gedichte werden oft in Filmen zitiert, unter anderem in „Solaris“ von Steven Soderbergh und „Interstellar“ von Christopher Nolan.

Thomas, Dylan: Und dem Tod soll kein Reich mehr bleiben. Gedichte, Verlag Volk und Welt, Berlin 1984